Quinoa aus dem Hochland Boliviens

Seit über 5'000 Jahren wird in Bolivien, in der Bergregion des Altiplano, Quinoa angebaut. Auf einer Höhe von 3'500 Metern und mehr, wo sonst fast nichts mehr wächst, bildet dieses, auch Inka-Reis genannte Korn, eine wichtige Nahrungsgrundlage und Einkommensquelle. 

Rund um den Salar de Uyuni herrschen noch heute weitgehend traditionelle Strukturen. Der Anbau, die Ernte und die bäuerliche Verarbeitung erfolgen von Hand. Maschinen sind auf dem unwirtlichen Gelände keine Hilfe. Auch braucht es keinen industriell hergestellten Dünger. Für die nötige Nährstoffspritze sorgen die umherziehenden Lamas. Auf Pestizide können die Bauern ebenfalls verzichten: Die bitteren Inhaltsstoffe in der Schale des Korns bilden einen natürlichen Abwehrmechanismus vor Fressfeinden und Schädlingen. 

Doch der traditionelle Anbau ist in Gefahr: vor ca. 8 Jahren setzte ein weltweiter Quinoaboom ein, in Zuge dessen die Anbauflächen massiv ausgebaut und der Anbau in anderen Ländern forciert wurde. Die Preise gerieten nach anfänglichem Höhenflug massiv unter Druck und die Bauern in den traditionellen Anbaugebieten kämpfen seither mit sinkenden Einkommen. 

Deshalb haben sich die Bauern des Altiplano zusammengetan und streben gemeinsam mit den bolivianischen Behörden den Schutz der ursprünglichen Produktion und der Bezeichnung ihrer Sorten als «Quinoa Real D.O.» an. Mit dieser «Denominación de Origen» wird die Herkunft und die lokale Produktion vor Nachahmern geschützt und der Anbau der traditionellen, kräftigen Quinoa-Sorten unterstützt. 

Gemeinsam mit der Migros fördern wir das Projekt «Quinoa Real D.O.» bereits vor dem offiziellen Abschluss der Registrierung und beschaffen den Quinoa aus dem Pilotprojekt „Quinua Real del Altiplano Sur de Bolivia D.O.“. Dieser Quinoa ist – wie aller Quinoa der Delica aus Bolivien – auch Bio- und Fairtrade Max Havelaar zertifiziert und zu 100% rückverfolgbar.

 

 
DE | EN | FR